Sicherheit Rettungswesten

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Rettungswesten 

„Mann über Bord“ – bei diesem Alarmruf kommt es auf Minuten an. Ob defektes Schiff, hoher Wellengang oder unerfahrene Seeleute, mögliche Ursachen gibt es viele. Im kalten Wasser und mit Panik kommen auch geübte Schwimmer dann schnell an ihre Grenzen. Das Tragen einer Rettungsweste erhöht in diesen Fällen die Überlebenschance um ein Vielfaches und ist somit ein Artikel, der auf keinem Boot / keiner Yacht fehlen darf. Für das Auswählen der richtigen Weste bei der Ausstattung des Bootes ist vor allem der Einsatzbereich wichtig.

Rettungswesten sind keine Schwimmhilfen 

Rettungswesten zählen zu den persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken. Sie sollten von allen Personen getragen werden, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit auf Wasserfahrzeugen oder ähnlichen schwimmenden Vorrichtungen aufhalten. Die Westen können über der Arbeits-, Freizeit- oder Badekleidung angelegt werden und lassen sich mit Hilfe verstellbarer Gurte auf die jeweilige Körpergröße anpassen. Im Gegenzug zu Schwimmwesten, die dem menschlichen Körper nur eine Auftriebshilfe geben, werden an Rettungswesten höhere Ansprüche gestellt: 

- sie müssen den Menschen über mehrere Stunden über Wasser halten können
- bei einer Ohnmacht des Trägers muss die Rettungsweste den Körper selbständig auf den Rücken drehen, so dass die Atemwege frei bleiben
- die Rettungsweste darf die Bewegungen des Betroffenen nicht behindern
- sie soll die eingeleiteten Rettungsmaßnahmen unterstützen.

 

Welche Vorschriften gelten auf See und auf Binnengewässern? 

Auf allen deutschen Schiffen und in allen Passagierflugzeugen sind für jedes Besatzungsmitglied und für jeden Fahrgast Rettungswesten mitzuführen. Eine Pflicht zum Tragen der Westen gibt es in Deutschland jedoch nicht. Unterschieden werden dabei zwischen präventiven und interventiven Westen. Rettungswesten, die vorsichtshalber (präventiv) angelegt werden, eignen sich für wenig geübte Schwimmer und für Kinder. Sie müssen über einen guten Tragekomfort verfügen und dürfen die Beweglichkeit des Trägers nicht einschränken. Für den Notfall mitgeführte (interventive) Westen dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders schnell angelegt werden können. Hierfür gibt es auch aufblasbare Varianten. Ihre Funktion und auch ihr Aufbewahrungsort muss den Passagieren erläutert werden. Rettungswesten müssen der Norm EN ISO 12402 entsprechen.

Feststoffrettungswesten 

Einfache Rettungswesten sind mit festen, schwimmfähigen Material gefüllt, das kein Wasser aufsaugt. Sie werden auch als Feststoffrettungswesten oder Schwimmwesten bezeichnet. Heute nutzt man dafür Polystyrolschaum, Kork ist nicht mehr üblich. Feststoffrettungswesten sind preisgünstig und nahezu wartungsfrei. Sie behindern jedoch oft die Schwimmbewegungen und sind nur bedingt ohnmachtssicher. Solche Rettungswesten verfügen über einen Auftrieb bis zu 100 Newton und sind nur für Binnengewässer geeignet. Sie müssen nach EN ISO 12402-4 zertifiziert sein. Hier bieten wir Ihnen eine Top-Auswahl, u.A. von Secumar, Lalizas und Yacht-Pool. Klare Vorteile: günstig & nahezu ohne Wartung.

Aufblasbare Rettungswesten 

Rettungswesten, die einen Auftrieb von mindestens 150 bzw. 275 Newton gewährleisten, werden in der Regel als aufblasbares Modell gefertigt. Sie werden auch als automatische Schwimmwesten bezeichnet. Da sie in der Regel in einem U-förmigen Aufblaskörper mit Gurtsystem gefertigt sind, haben diese in der Regel einen höheren Tragekomfort als feste Westen, behindern sie ihre Nutzer kaum und werden auch präventiv eingesetzt. Sie besitzen Schwimmkörper, die sich innerhalb weniger Sekunden mit Hilfe einer CO2-Patrone aufblasen lassen. Die Auslösung der Patrone erfolgt entweder automatisch oder manuell. Für den Notfall steht aber bei den meisten dieser Rettungswesten auch ein Mundstück zur Verfügung, mit dem sie selbst aufgeblasen werden können. 

Automatische Rettungswesten mit einem Auftrieb von mindestens 150 Newton werden auf hoher See sowohl bei Sportbooten als auch in der gewerblichen Schifffahrt eingesetzt. Sie entsprechen der Norm EN ISO 12402-3 und sind zumeist ohnmachtssicher. Nur wenn der Nutzer schwere Arbeitskleidung trägt, wie etwa Ölzeug, so kann diese Eigenschaft nicht gesichert werden. 

Voll-automatische Rettungswesten der Norm EN ISO 12402-2 verfügen über einen Auftrieb von mindestens 275 Newton und eignen sich auch für Träger von schwerer, wetterfester Kleidung wie Ölzeug. Auch hier bieten wir Ihnen absolute Qualitätsprodukte von Lalizas, Yacht-Pool & Plastimo.
 

Wirkungsweise von Rettungswesten und zusätzliche Ausstattung 

Rettungswesten können nur dann vor dem Ertrinken retten, wenn sie gezielt ausgewählt werden. Entscheidend ist vor allem das Gewicht der Personen, die sie tragen. Hersteller bieten Rettungswesten für verschiedene Gewichts- und Größenklassen an. Auf individuelle Maße des Trägers lassen sich die Rettungsgeräte dann mit Hilfe von Gurten und Schnallen anpassen. Für Bootsführer sollte es daher selbstverständlich sein, auch für Kinder und Jugendliche die passenden Rettungswesten mitzuführen.

Beliebt sind in der Schifffahrt vor allem die Rettungswesten in der Signalfarbe Orange, so wird es während der Bergung leichter, den Verunfallten zu sichten. Andere Farbkombinationen sind jedoch erhältlich. Zusätzlich sind die Westen mit einer Signalpfeife, einer Bergeschlaufe sowie mit Reflexstreifen ausgestattet. Schrittgurte verhindern das Verrutschen der Weste. Eine Bergeschlaufe erleichtert es eine im Wasser treibende Person zu bergen. Auf hoher See können außerdem Blink- oder Blitzlichter sowie GPS-Sender helfen, das Überleben zu sichern.

Bitte Kontrollpflichten von Rettungswesten beachten! 

Eine gute Rettungsweste verfügt über eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Allerdings setzen Sonne und UV-Strahlung, Nässe und Salzgehalt von Luft und Wasser dem Material zu. Hersteller empfehlen daher die regelmäßige Kontrolle der Ausrüstung und eine Wartung im Rhythmus von 2 Jahren. Ähnlich wie beim Fahrzeug-TÜV erhält die gewartete Weste eine Plakette, auf der der nächste Termin festgehalten wird. Im gewerblichen Bereich kann sich, je nach Beanspruchung und Einsatzgebiet, das Wartungsintervall auch verkürzen.

Hier auf bootszubehoer.de bieten wir Ihnen eine Top-Auswahl, egal ob Rettungsweste / Schwimmweste (aufblasbare und Feststoff), Lifebelt, Rettungswesten für Kinder oder das passende Zubehör wie Gürtelschnallen, Trillerpfeife oder Gaspatronen. Somit sind Sie an Bord Ihrer Yacht, Ihres Bootes oder Ihres Segelschiffes mit einer Rettungsweste / Schwimmweste immer sicher ausgestattet.

Hier der direkte Einstieg zu unserer Auswahl an Feststoffrettungswesten, getrennt nach Marken:

Im übrigen führen wir auch Hunderettungswesten, damit auch Ihr vierbeiniger Freund sicher ist sowie jede Menge an Zubehör für Ihre Rettungsweste.

 

 

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